Was ist zu beachten? – Tipps zum Notebook-Kauf Teil 1
2008 haben Notebooks die Desktop-PCs in puncto Verkaufszahlen erstmals hinter sich gelassen. Der Notebook-Markt boomt. Günstige Notebooks sind bereits für rund 400 zu haben. Selbst Testsieger und von Fachzeitschriften als High-Quality-Geräte angepriesene Modelle gibt es schon für weit unter 1000 Euro. Als Folge des Notebook-Booms ist zu beobachten, dass jeder Elektronik-Fabrikant, der auch nur irgendwie dazu in der Lage ist, Notebooks auf den Markt bringt. Hat man sich dazu durchgerungen, die tragbare PC-Variante zu kaufen, offenbart sich einem ein nahezu unüberschaubares Angebot an verschiedenen Modellen. PCtrend versucht mit der Serie „Tipps zum Notebook-Kauf“ Licht ins Dunkel zu bringen. Der erste Teil der Serie handelt von grundsätzlichen Punkten, die es bei der Suche nach dem „richtigen“ Notebook zu beachten gibt.
Notebook-Features: Was ist Standard und was exklusiv?
Eine ganze Reihe von Features kann man bei seiner Kaufentscheidung getrost vernachlässigen, da sie ohnehin zur Standardausstattung von Notebooks zählen. So verfügen fast ausnahmslos alle Notebooks über ein integriertes Kartenlesegerät, und auch eine Webcam ist bei den meisten Notebooks mit an Bord. Mit Blick auf das Kartenlesegerät ist allerdings anzumerken, dass hier die Anzahl der vom Lesegerät akzeptierten Karten von Modell zu Modell variiert. Ebenfalls bei fast allen Notebooks vorhanden: Ein DVD-Brenner. Neuere Modelle bieten sogar einen Blu-ray-Player, einige gar einen Blu-ray-Brenner. Von Notebooks, die ein HD-DVD-Laufwerk eingebaut haben, sollte man hingegen die Finger lassen, da das HD-DVD-Format den „Format-Krieg“ gegen Blu-ray bekanntlich verloren hat.
Was gibt es zur Festplatte bzw. deren Speicherkapazität zu sagen? Nun, 160-GB kann derzeit als Minimum angesehen werden. Wesentlich mehr bekommt man jedoch nur, wenn man gewillt ist, entsprechend mehr Geld auf den Tisch zu legen. Schnäppchen-Angebote bieten meistens keine allzu großen Festplatten. Zu sehr sollte man den Aspekt Speicherplatz allerdings ohnehin nicht in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen. Reicht einem der vorhandene Platz nicht, kann man bei Bedarf die vorhandene Festplatte immer noch gegen ein größeres Modell austauschen. Darüber hinaus lässt sich eine 1-TB große externe Festplatte schnell und unkompliziert an das Notebook anzuschließen.
Suche Anschluss! – Von USB bis HDMI
Das Thema Anschlüsse ist wichtig, denn Nach- bzw. Aufrüsten ist mit Blick auf die meisten Schnittstellen schwierig oder gar nicht möglich. Zunächst zu den Standard-Schnittstellen. Hierzu zählen USB, Bluetooth, Lan, WLAN, Express-Card, S-Video, VGA, Firewire sowie Line-In / Out und ein Mikrofon-Anschluss. HDMI-, UMTS-, DVI- und eSATA-Anschlüsse bieten hingegen nicht alle Notebooks. Weiß man im Vornherein, dass man an eine externe Festplatte anschließen wird, sollte man auf das Vorhandensein einer eSATA-Schnittstelle achten. Das Gleiche gilt für die HDMI-Buchse, wenn man sein Gerät gerne an ein aktuellen Flachbild-Fernseher anschließen möchte.
Glare-Displays vs. Matt-Displays
Die Entscheidung, ob das neue Notebook mit einem sogenannten Glare-Display ausgestattet sein soll oder mit einem matten Display, ist nicht gerade leicht. Glare-Displays finden die meisten Benutzer vermutlich optisch ansprechender. Ihr Nachteil: Sie produzieren deutlich mehr Spiegelungen als die matten Displays. Abgesehen vom schönen Aussehen sind die Stärken der Glare-Displays aber auch in ihrer Farbtreue zu sehen. Was die Entscheidung Matt oder Glare betrifft, sollte man sich am besten überlegen, an welchen Örtlichkeiten das Notebook meistens zum Einsatz kommt. Hält man sich fast ausschließlich in Räumen auf und geht nur selten mit seinem Gerät ins Freie, kann man getrost zum Glare-Display greifen. Aber Vorsicht: Auch Lampen, die sich hinter oder über dem Benutzer befinden, können nervige Spiegel-Effekte auf dem Display hervorrufen.
Helligkeit, Kontrast & Reaktionszeit
Ein weiteres Kriterium mit Blick auf die Display-Wahl sind die Helligkeits- und Kontrast-Werte. Hier kann pauschal gesagt werden: Je höher die Werte, desto besser. Anzumerken ist aber auch, dass viele Hersteller ihre Geräte mit schier unglaublichen Werten bewerben. Dies betrifft vor allem die Angaben zum Kontrastverhältnis. Hier ist Vorsicht geboten und im Zweifelsfall auf ein Verbraucher- oder Test-Magazin zurückzugreifen (siehe hierzu auch: Was bedeutet eigentlich Kontrastverhältnis?). Unerheblich sind die Helligkeits- und Kontrast-Werte von Notebook-Displays deshalb trotzdem nicht. Gerade Benutzer, die jeden Tag mehrere Stunden vor ihrem Gerät verbringen, sollten auf ordentliche Werte achten, da Displays mit miserablen Werten nicht selten zu Kopfschmerzen und Augenbeschwerden führen können. Möchte man sein Notebook auch zum Spielen oder Filmeschauen benutzten, sollte man zudem auf die Reaktionszeit des Displays achten. Hier gilt: Je geringer diese ist, desto besser. Von Displays mit Reaktionszeiten über fünf Millisekunden sollten Gamer und Filmfans besser die Finger lassen.
Teil zwei unserer Serie „Tipps zum Notebook-Kauf“ handelt von besonders günstigen Notebooks bis hin zum High-End-Notebook für Gamer und Multimedia-Fans.
Verwandte Artikel
- Notebook-Display: glare oder Matt — Ratgeber Notebooks (13.7%)
- Asus L50VN-AK005C – neues Notebook der L50-Serie (5.8%)
- StarCraft II: Zweiter Teil des Strategiespiels mal drei (5.3%)
- LG Display VIC: Privatsphäre trotz Notebook in der Öffentlichkeit (5%)

